Die Behandlungstechnik

lange-Beine-stehend.jpgNach eingehender Untersuchung wird eine geeignete Stelle gesucht, von wo eine Injektion mit konzentrierter Kochsalzlösung erfolgt. Ist eine geeignete Stelle gefunden, wird die Krampfader entweder im Liegen oder im Stehen mit einer dünnen Venenverweilkanüle punktiert und diese fixiert. Dann lässt man den Patienten bequem hinlegen. Wenn sichergestellt ist, dass die Kanüle optimal im Gefäß liegt, injiziert man eine individuell konzentrierte Kochsalzlösung in den Krampfaderbereich.

Nun fragt man den Patienten was er empfindet, während man die Lösung einfließen lässt. Die Wirkung erkennt man daran, dass der Patient nun ein krampfartiges Gefühl spürt, welches jedoch nach ca. 1 - 2 Minuten wieder schnell verschwindet.  Überall dort, wo der Krampf auftritt, sitzen Krampfadern. Die Begegnung mit dem Gefäßkrampf ist ein Teil der Behandlung und gehört zum Abschied einer Krampfader, die ihre Dienste geleistet hat und nun entfernt wird.
Die gesunden Venen reagieren nicht darauf. Weil gesunde Venen sehr stabil sind und mit kräftigen Muskeln in der Venenwand ausgestattet sind, wird die Kochsalzlösung durch Pumpbewegungen sofort weitertransportiert.
Nun kann durch Anheben oder Senken des Beines die Lösung in weitere Krampfaderbereiche verteilt werden und der Patient teilt seine Empfindungen mit. Sobald man die Kochsalzlösung im gewünschten Bereich verteilt hat, und der Patient den Krampf gespürt hat, kann man die Kanüle entfernen.

Danach lässt man den Patienten ein bisschen auf und ab gehen, um zu überprüfen, dass alles okay ist. Viele spüren jetzt schon gar nichts mehr.

Dieser Behandlungsablauf beschreibt die Grundzüge der Behandlung. Der Ablauf ist aber nicht statisch, sondern wird ganz individuell den jeweiligen Erfordernissen angepasst.